Pepe war eines meiner ersten Kaninchen. Er kam mit 7 Wochen zu mir. Er war der Kleinste aus seinem Wurf und unheimlich süß. Leider ist er gleich einen Tag später krank geworden. Verstopfung. Ich habe dann eine Woche zusammen mit ihm auf der Couch campiert, ihm alle 2 Stunden Kümmeltee und Rizinusöl eingeflößt, mit Brei aus Möhrenpüree und zerstampftem Heu gefüttert, ihm die verordneten Antibiotika eingeflößt und den Bauch massiert. Nach einer Woche hatte er die lebensbedrohliche Phase überstanden. Leider hat er immer wieder geschwächelt. Von der Kastration musste er sich 2 Wochen erholen. Aber er war so lieb. Ließ sich stundenlang beschmusen. Auch mit seinem neuen Spielkameraden verstand er sich super, konnte sich sogar als Chef der Zweierbande durchsetzten.
Eines Abends war mir dann aufgefallen, dass der Kleine ein wenig ruhiger war als sonst, aber sonst gab es keine Auffälligkeiten. Er fraß, trank und kuschelte wie immer. Dass er ab und zu schwächelte war mir ja bekannt. Trotzdem hatte ich irgendwie ein schlechtes Bauchgefühl. Also bin ich zum Tierarzt. Der konnte zu diesem Zeitpunkt leider nichts finden, es gab ja auch keine richtigen Anhaltspunkte. Die nächsten zwei Wochen waren unauffällig, ab und zu hatte ich das Gefühl, dass die Hasentoilette ein wenig mehr riecht als sonst, aber das hab ich als Einbildung abgehakt, da es niemandem außer mir aufgefallen war. Leider war das ein Fehler.
In der Nacht zum 20.04.07 ist Pepe leider verstorben. Der Tierarzt meinte, dass er wohl ein sehr schwaches Immunsystem hatte und seine Leber versagt hat. (Der Geruch der Toilette war ein Hinweis dafür) Man hätte wohl nichts machen können, da er offenbar eine angeborene Krankheit hatte.
Pepe fehlt mir sehr. Er war ein besonders lieber, anhänglicher, verspielter und extrem schmusebedürftiger kleiner Kerl. Ein Kaninchen mit Charakter.
14.06.06 - 20.04.07
